Geburtsurkunde beantragen in Deutschland – So geht’s richtig

Die Geburtsurkunde ist eines der wichtigsten Dokumente im deutschen Verwaltungssystem. Sie wird unter anderem für die Beantragung eines Personalausweises, einer Eheschließung, einer Namensänderung oder bei Erbschaftsangelegenheiten benötigt. In diesem Artikel erklären wir, wie und wo man eine Geburtsurkunde beantragt, welche Unterlagen notwendig sind und worauf man achten sollte.


Wo beantragt man die Geburtsurkunde?

Die Geburtsurkunde wird beim Standesamt des Geburtsortes beantragt – also nicht dort, wo man derzeit wohnt, sondern dort, wo die Geburt beurkundet wurde. Das heißt: Wer beispielsweise in Hamburg geboren wurde, muss sich an das Standesamt in Hamburg wenden, auch wenn er mittlerweile in München lebt.

💡 Tipp: Viele Standesämter bieten inzwischen Online-Anträge an. Das spart Zeit und Wege.


Welche Arten von Geburtsurkunden gibt es?

In Deutschland gibt es verschiedene Formen der Geburtsurkunde:

  1. Einfache Geburtsurkunde – enthält die grundlegenden Daten wie Name, Geburtsdatum, Geburtsort und Eltern.
  2. Internationale Geburtsurkunde – mehrsprachig, für den Gebrauch im Ausland geeignet.
  3. Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister – enthält zusätzlich Randvermerke, z. B. bei Namensänderungen oder Adoptionen.

Was wird für den Antrag benötigt?

Die erforderlichen Unterlagen können je nach Standesamt leicht variieren. In der Regel braucht man:

  • Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Bei Anträgen für Dritte: Nachweis des berechtigten Interesses (z. B. Vollmacht, Erbschein)
  • Ggf. weitere Unterlagen, z. B. bei Namensänderungen oder Adoption

Wer darf eine Geburtsurkunde beantragen?

Nicht jeder darf einfach so eine Geburtsurkunde beantragen. Erlaubt ist dies nur für:

  • die betroffene Person selbst
  • Eltern, Großeltern oder Kinder der betroffenen Person
  • gesetzliche Vertreter (z. B. Vormund)
  • andere Personen mit nachgewiesenem rechtlichem Interesse

Wie viel kostet die Ausstellung?

Die Kosten für eine Geburtsurkunde variieren leicht je nach Bundesland, liegen aber in der Regel bei:

  • 12,00 Euro für die erste Urkunde
  • 6,00 Euro für jede weitere Ausfertigung, wenn sie gleichzeitig beantragt wird

Gebühren können direkt online per Überweisung oder über Bezahldienste beglichen werden – je nachdem, was das zuständige Standesamt anbietet.


Antrag online stellen – So geht’s

Viele Städte und Gemeinden bieten mittlerweile Online-Dienste für die Beantragung von Urkunden an. Hier einige Beispiele:

Falls Ihre Stadt nicht dabei ist, finden Sie den passenden Link, indem Sie bei Google einfach „Geburtsurkunde beantragen [Stadtname]“ eingeben.


Antrag per Post oder persönlich

Wer lieber den klassischen Weg gehen möchte, kann die Geburtsurkunde auch schriftlich per Post beantragen. Hierbei sollten folgende Angaben enthalten sein:

  • Vollständiger Name
  • Geburtsdatum und -ort
  • Name der Eltern
  • Kopie des Ausweises
  • Ggf. Zahlungsnachweis

Alternativ ist natürlich auch eine persönliche Vorsprache im Standesamt möglich. Vorher sollte man allerdings unbedingt einen Termin vereinbaren – besonders in Großstädten.


Fazit

Die Beantragung einer Geburtsurkunde ist in Deutschland unkompliziert, wenn man weiß, an welches Standesamt man sich wenden muss und welche Unterlagen benötigt werden. Dank der Online-Angebote vieler Städte geht der Antrag heute schneller denn je.

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